Unsolicited ideas …

Als Kind hatte ich oft die genialsten Ideen für neue Produkte oder Verbesserungsvorschläge für schon existierende Produkte. Ich habe mich dann immer gefragt, wie ich einer Firma, die so ein Produkt herstellen könnte oder herstellt, die Idee mitteilen kann, ohne mir meine Verhandlungsmöglichkeit kaputt zu machen. Eine Firma würde mich wahrscheinlich nicht blind für eine Idee bezahlen. Irgendwie müsste man der Firma den Wert der Idee mitteilen, ohne die Idee zu verraten. Wenn man jemandem seine Idee mitteilt, kann man das nicht rückgängig machen. Die Firma könnte also sagen, dass die Idee schlecht ist, und einfach wenig dafür bezahlen – sie hat die Idee ja dann bereits.
Campbell’s will solche Ideen sowieso wenn überhaupt nur für lau haben, und weist auf der Internetseite explizit darauf hin, habe ich gerade gesehen (darum komme ich jetzt auch darauf):
Campbell Soup Company does not accept unsolicited ideas for new products, packaging, marketing, advertising, research, business operations and the like. Should you ignore this policy and submit an idea to Campbell Soup Company, you agree that the idea becomes and remains the sole and exclusive property of Campbell Soup Company without further compensation to you.
Wahrscheinlich hätten viele meiner damaligen Ideen die Welt ein Stückchen besser gemacht. Heute weiß ich, dass es Patente, Lizenzen, Notare und Gewerbeämter, bei denen man seine eigene Firma anmelden kann, gibt. Vielleicht erinnere ich mich ja irgendwann wieder an die Sachen von damals.
(Bild: Felix Molter)
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